

Seit mittlerweile 2 Jahren (2025/2026) unterstützen wir finanziell die Organisation DURGA. Sie hat sich, unter anderem, zur Aufgabe gemacht, marginalisierte Mädchen und Frauen zu unterstützen. Das Programm „Women at Work“ stärkt Frauen, besonders in unsicheren Arbeitsverhältnissen, durch Aufklärung über Rechte, Machtstrukturen und Schutz vor sexueller Belästigung, damit sie sich wehren, Gleichberechtigung einfordern und langfristige wirtschaftliche Sicherheit erreichen können.

Durga ist eine zivilgesellschaftliche Initiative des „I’m Every Woman“-Trusts, die 2013 gegründet wurde. Ihre Vision ist es, öffentliche Räume zu gestalten, die gleichermaßen von Menschen unterschiedlichster Identitäten – unter Berücksichtigung vielfältiger intersektionaler Merkmale – für den täglichen Weg, die Freizeit und andere Aktivitäten genutzt werden können. Wir erreichen dies, indem wir die Kompetenzen der Menschen, die diese Räume nutzen, durch Methoden des „Theaters der Unterdrückten“ stärken.
So fördern wir Solidarität und aktives Handeln und bieten zugleich praktische Unterstützung dabei, sexuelle Belästigung, Gewalt und geschlechtsspezifische Diskriminierung abzuwehren. Wir arbeiten mit staatlichen Stellen, Gewerkschaften und Bildungseinrichtungen zusammen und kooperieren zudem direkt mit verschiedenen Gemeinschaften in Bangalore, die mit vielfältigen Benachteiligungen konfrontiert sind. Unser Ziel ist es, sie zu befähigen, ihre Anliegen eigenständig und auf ihre eigene Weise anzugehen.
Durga hat in den zwei Jahren (2025,2026) mehr als 600 Frauen und Mädchen in das Programm integriert. In welchen Bereichen Durga versucht die Frauen zu befähigen und welche Zielsetzung sie sich zur Aufgabe gemacht haben zeigt die folgende Aufstellung.
1. Unterstützung für Überlebende:
Wir helfen Frauen, Zugang zu Beratung, Ernährung, Gesundheitsdiensten, sicheren Orten, Polizei und Rechtsbeistand zu erhalten, wenn sie mit Gewalt oder anderen Herausforderungen konfrontiert sind.
2. Prävention von sexueller Belästigung und Gewalt:
Frauen werden befähigt, sichere Räume für sich zu schaffen, ihre Rechte zu kennen, sich über Gesetze zu informieren, Zugang zu Beschwerdemechanismen zu erhalten und ihre Verhandlungs- und Entscheidungsfähigkeiten zu stärken.
3. Gesundheit und psychisches Wohlbefinden:
Förderung der psychischen Gesundheit, Gespräche über sexuelle und reproduktive Gesundheit und Information über Anlaufstellen für entsprechende Unterstützung.
4. Sicherheit und Arbeitsplatzbewusstsein:
Frauen werden über persönliche Sicherheit, einfache Schutzmaßnahmen, Tipps zum Verhalten am Arbeitsplatz und Strategien für eine sichere Anstellung aufgeklärt.
5. Wege zu Empowerment und Resilienz:
Die Selbstständigkeit von Frauen wird gefördert, ihr Selbstvertrauen gestärkt, die Ausbildung von Töchtern unterstützt und ihre Resilienz gestärkt, um soziale und berufliche Herausforderungen zu meistern und gleichzeitig den Weg zu wirtschaftlicher und sozialer Selbstbestimmung zu ebnen.
Die Veranstaltungen waren sehr interaktiv gestaltet und ermöglichten es den Teilnehmerinnen, Erfahrungen auszutauschen, über Herausforderungen zu reflektieren und praktische Strategien für den Alltag zu entwickeln. Aktivitäten wie Vertrauensspaziergänge, „Simon Says“, Foren zum besseren Verständnis von Geschlechterrollen, Rhythmusübungen und kolumbianische Hypnose halfen den Teilnehmerinnen, Selbstvertrauen aufzubauen, ihre Teamfähigkeit zu stärken, ihr Körperbewusstsein zu verbessern und kritisches Denken zu entwickeln. Rollenspiele zum Thema sexuelle Belästigung ermöglichten es den Teilnehmerinnen, reale Situationen zu erkennen und sichere, wirksame Reaktionsmöglichkeiten zu üben.
Über das individuelle Lernen hinaus förderten diese Veranstaltungen eine unterstützende und positive Gemeinschaft, in der Frauen sich ausdrücken, Freundschaften schließen und Solidarität erleben konnten. Gespräche über psychische Gesundheit und Wohlbefinden waren besonders wirkungsvoll und statteten die Teilnehmerinnen mit Werkzeugen aus, um alltägliche Herausforderungen mit Resilienz und Zuversicht zu meistern. Diese Maßnahmen gehen nicht nur auf unmittelbare Bedürfnisse ein, sondern fördern auch langfristige Stärkung, Führungsqualitäten und soziale Integration – entscheidend, um Armut zu bekämpfen und Frauen zu ermöglichen, ihren Familien eine sicherere Zukunft zu bieten.
Dank der Unterstützung des Indienhilfswerks „Hilfe zur Selbsthilfe e.V.“ erreichen wir mehr Frauen, stärken Gemeinschaften und erzielen durch unsere Initiativen eine nachhaltige Wirkung. Wir schätzen diese Partnerschaft sehr und danken Ihnen herzlich für Ihr Vertrauen und Ihre anhaltende Unterstützung – sie verändert das Leben der Frauen, die wir betreuen, grundlegend.
Anton Ospelt (Quelle DURGA Indie, Karnataka)